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Saisonkalender Schweiz — was sich wann am besten verkauft

Es klingt banal, ist aber statistisch eindeutig: dasselbe Velo bringt im März dreissig Prozent mehr als im November. Wer den Schweizer Marktrhythmus kennt, verkauft schneller und teurer. Hier kommt der Saisonkalender, geclustert nach Monat.

Januar — der schwächste Verkaufsmonat

Käufer haben gerade Weihnachten finanziell verarbeitet. Was trotzdem läuft: Fitness-Equipment (Hanteln, Yoga-Matten, Heimtrainer) profitiert vom Neujahrsvorsatz-Effekt. Auch Skiausrüstung für Kurzentschlossene verkauft sich noch — wenn der Schnee da ist.

Schlechte Zeit für: Möbel (alle warten auf die Frühlingssaison), Velos, Grills, Gartenmöbel.

Februar — Skisaison-Höhepunkt

Skis, Snowboards, Skischuhe und Skitouren-Equipment erzielen jetzt ihre Jahreshöchstpreise. Aktuelle Marken (Salomon, Stöckli, Atomic) verkaufen sich oft innerhalb von Stunden. Sportartikel mit Carnival-/Fasnacht-Bezug haben einen kurzen Mini-Boom.

März — der Verkaufsschalter springt an

Der wichtigste Monat des Frühjahrs. Velos verkaufen sich ab Mitte März explosiv — wer den ersten warmen Tag verpasst, verliert oft zwei bis drei Wochen Verkaufszeit. Gleichzeitig starten Gartenmöbel, Grills und Camping-Equipment ihre Saison.

Profi-Tipp: stelle Velo-Inserate am ersten Sonntag mit Aussichten über 12°C ein — die Nachfrage steigt am Folgetag um 200–300 %.

April — die Goldene Woche

April ist statistisch der stärkste Verkaufsmonat des Jahres für Privatpersonen. Möbel laufen jetzt am besten — viele ziehen vor dem Sommer um. Auch Babyausstattung hat einen kleinen Peak (Frühjahrs- und Sommerbabys).

Mai — Hochzeitssaison-Vorbereitung

Brautmode, Anzüge und elegante Schuhe verkaufen sich besser als sonst. Camping- und Bergsport-Equipment nähert sich dem Hauptpeak. Velos laufen weiter stark, allerdings mit etwas weniger Verhandlungsspielraum als im März.

Juni — Festival- und Reisezeit

Zelte, Schlafsäcke, Festivalausrüstung verkaufen sich überdurchschnittlich. Auch Reisekoffer und Rucksäcke haben jetzt Saison. Klimageräte und Ventilatoren profitieren von der ersten Hitzewelle.

Juli — die Sommerflaute

Viele Käufer sind in den Ferien. Insgesamt 20–30 % weniger Nachfrage. Was trotzdem läuft: Outdoor-Möbel auf Last-Minute-Basis, Wassersport-Equipment (SUP, Schnorchel-Sets), und kurioserweise: Bücher für die Ferien.

August — die zweite Sommerhälfte

Ähnlich wie Juli, aber leicht stärker ab Mitte Monat. Schulanfang-Equipment (Sackmesser, Etuis, Sport-Bekleidung) beginnt anzuziehen.

September — der Comeback-Monat

Alles, was im Sommer brachlag, springt jetzt wieder an. Möbel (Herbst-Umzüge), Werkzeug (Renovationen vor dem Winter), und der Anfang der Skisaison-Vorverkäufe. Wer Skis verkaufen will: spätestens im Oktober inserieren.

Oktober — die Wintersport-Welle

Beste Zeit für: Skis, Snowboards, Skischuhe, Helme, Skikleidung. Auch Heizgeräte, Decken und Winterreifen beginnen jetzt. Velos verlieren bereits 15–25 % gegenüber dem Frühjahrspreis.

November — Black-Friday-Effekt

Ungewöhnlich: gebrauchte Premium-Elektronik (iPhones, Laptops, Konsolen) verkaufen sich ab Mitte November besonders gut, weil Käufer den Neukauf-Aufschlag der Black-Friday-Aktionen umgehen wollen.

Dezember — Geschenkfenster

Verkäufer profitieren noch bis etwa 18. Dezember. Premium-Vintage-Stücke, Designerlampen, hochwertige Spielzeuge und Sammlerstücke werden als Last-Minute-Geschenke gekauft. Ab dem 22. ist Pause bis Mitte Januar.

Die wichtigste Regel: wer saisonale Artikel am Ende der Saison kauft, verkauft sie zwei Monate vor der nächsten Saison — und verdient die Spanne. Wer im November Skis billig erwischt und sie im September wieder einstellt, kann oft 30–50 % Aufschlag erzielen.